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Ein Neuanfang? Nein, einfach nur die konsequente Fortsetzung!

Jena im Jahr 2017! Alle sind zufrieden, alles ist OK in unserer Stadt? Gehe ich davon aus, dass sich auch dank dem Internet jeder so langsam in seiner eigenen kleinen Filterblase eingerichtet hat, könnte das wirklich ein weit verbreitetes Gefühl sein. Bloß nicht mehr so aufregen und einfach die Dinge geschehen lassen. Nachrichten überschwemmen uns täglich und nun wissen wir auch gar nicht mehr, was wir überhaupt noch glauben sollen und vor allen Dingen wem! Trotzdem ist es nunmal gerade eben die Politik, die als einzige in der Lage ist, Entscheidungen treffen zu können, die unser direktes Leben beeinflussen. Aber es läuft doch im Moment einfach alles super gut, nur die öffentliche Meinung scheint dies anders zu sehen. Jetzt müssen wir nur noch schaffen, dieses dumme und böse Facebook in den Griff zu bekommen, dann können wir unsere Botschaften ungehindert in der Bevölkerung tragen und unsere Botschaften, die natürlich die einzig wahren sind, weiter zu verbreiten. Alles andere ist sowieso postfaktisch, wie es neudeutsch so schön heißt!

Ja, aber wer denkt denn schon so! Die Politik, der gemeine Bürger, der Unternehmer oder vielleicht sogar die Verwaltung? Acht Jahre mit einem Enthusiasmus für ein lokales Nachrichtenportal mit dem Titel Jenapolis hat mich wirklich reifen lassen und hat mir die reale Welt verstehen gelehrt. Ein Kommunikations- und Bürgerportal sollte es sein, auf dem sich die politisch Interessierten gegenseitig austauschen können und auch Stadträte oder sogar der Oberbürgermeister dem Bürger ihre Ideen mitteilen und nachfragen können, bevor sie dann ihre Entscheidungen in den Ausschüssen oder im Stadtrat treffen. Die Realität sieht leider ganz anders aus. Gerade auch die politisch Verantwortlichen sind in ihrer Filterblase angekommen oder haben dort wahrscheinlich schon immer gelebt, selbst vor Facebook! Transparenz und Öffentlichkeit sind mittlerweile überhaupt nicht mehr gewollt, denn jetzt geht es um ganz andere Dinge! Der Bürger wird langsam richtig gefährlich, denn er hat nicht nur eine Meinung, die er dank dem Internet an vielen Stellen einfach so breit in die Welt tragen kann, sondern es ist der dumme Bürger, der ja nicht in der Lage ist, die Situationen so richtig einschätzen zu können. Und dem sollen wir jetzt als Staat noch mehr Möglichkeiten der Mitbestimmung geben? Nein, also das geht ja nun wirklich überhaupt nicht!

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Im Grunde sind wir jetzt wieder genau dort angekommen, wo wir auch schon vor vielen Jahren standen. Nur jetzt wissen wir es dank dem Internet. Der gemeine Bürger ist dumm und kann gar keine guten Entscheidungen treffen. Deshalb müssen wir das System schützen, denn es ist ja unser System, was wir erschaffen haben. Aber so ist es eben nicht! Es gibt nur eine Stadt Jena und hier wohnen viele kluge Menschen. Egal, ob eine Debatte auch immer sinnvoll erscheinen mag. Das spielt letztendlich keine Rolle, die Debatte ist wichtig. Gerade auch jetzt, wo sich die Parteien faktisch aus dem öffentlichen Beteiligungsprozess verabschiedet haben und scheinbar nur mit ihrer eigenen Angst leben, etwas falsch zu machen, müssen wir über neue Wege nachdenken und öffentlich diskutieren. Ja, eigentlich müssen wir permanent in einer öffentlichen Debatte stehen, zwar nicht immer zum selben Thema, aber definitiv immer zu der Frage in welcher Stadt wir eigentlich in Zukunft leben wollen bzw. in welcher Stadt wir jetzt leben.

Eine Debatte über die Stadt ist immer eine Debatte der gesamten interessierten Bürgerschaft, ihre Wünsche, Ideen und Notwendigkeiten beschreiben zu können. Und vor allem muss sie in kluger Verbindung zwischen der digitalen Welt und der realen Welt statt finden. Diese Stärke gibt es nur im Lokalen. Ich weigere mich die Meinung zu akzeptieren, dass sich ja die Bürger gar nicht mehr mit ihrer Stadt beschäftigen wollen. Das halte ich für eine politische Floskel. Wir haben es noch überhaupt nicht richtig versucht! Und nicht nur das. Gerade das Umland von Jena rückt immer stärker in den Focus, da mittlerweile über 20000 Menschen täglich „nur“ noch zum Arbeiten nach Jena kommen. Sie wohnen schon lange woanders. Haben diese Menschen deshalb kein Recht über die Entwicklung der Stadt und der Region bescheid zu wissen, ja vielleicht sogar mit abzustimmen? Ist ein Stadtrat, der sich nur noch um die Belange der Bürger mit Hauptwohnsitz kümmert, so in der Struktur noch angemessen?

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Wenn wir wirklich Bürgerbeteiligung ernst meinen, dann müssen wir ständig darüber nachdenken, wie wir diese auch entwickeln können und sie nicht in eine Bürgerbeteiligungssatzung unter volle Kontrolle verpacken! Ein anderes und modernes Jena zu denken und danach zu handeln, heißt vor allem auch die Stadt politisch, demokratisch und gesellschaftlich neu zu denken. Und vor allem auch die jungen Menschen auf diesem Weg mitzunehmen. Denn ohne Jugend, kann es gar keine Zukunft geben. Seien wir also nicht stolz auf unsere Politik und unsere Verwaltung, wie es gerne an vielen Ende propagiert wird, sondern seien wir stolz auf die Menschen in unserer Stadt.Denn nur das ändert unsere Sicht auf die Dinge!

Jenapolis ist also auch weiterhin für die interessierten Bürger da. Auch hier könnt ihr gerne wieder Meinungen, Leserbriefe oder einfach Gedanken zur Debatte stellen. Geändert hat sich also nicht viel, außer dass es noch notwendiger geworden ist, einen Weg zu finden, wie und wo Interessen, Ideen und Wünsche zu formulieren sind. Denn nur die Debatte und die Öffentlichkeit sind die einzigen Mittel auch weiterhin in einer freien und lebendigen Gesellschaft leben zu können. Ein Kampf, der sich definitiv lohnen wird, vor allem, wenn man ihn genau dort führt, wo man am schnellsten etwas verändern kann, nämlich im Lokalen!

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