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Jena muß wieder die Stadt der kurzen Wege werden und Wohnraum muss endlich her!

Jeden Wochentag zum Morgen und am Nachmittag ab 16 Uhr ist es in Jena an jeder Ecke zu spüren. Nein, dieses mal geht es nicht um die vielen Baustellen in der Stadt die an den Staus Schuld sein sollen. Es geht um die ´zig tausenden Pendler, die jeden Tag aus allen Seiten nach Jena ein- und auspendeln. Dabei fallen uns nur die vollgestopften Straßen ins Auge. Hinzu kommen die Pendler (Studenten eingeschlossen), die sich dem Bus und Bahn bedienen. Diese fallen jedoch im öffentlichen Bild nicht so auf, weil sie nicht die Straßen verstopfen.

Trotz der enormen Pendlerströme nach Jena (hier werden übrigens nur die sozialversicherungspflichtig Beschäftigen gezählt), bleibt die Arbeitslosenrate relativ konstant. Jena hat scheinbar schon lange nicht mehr die Arbeitsplätze, die durch die Jenaer Bevölkerung gedeckt werden kann. Das ist auch der Grund für das immer weiter <a href="http://www.statistik our website.thueringen.de/datenbank/portrait.asp?TabelleID=KR000306&auswahl=krs&nr=53&Aevas2=Aevas2&daten=jahr&ersterAufruf=x&tit2=&TIS=&SZDT=“ target=“_blank“>steigende Pendleraufkommen. Dabei kommen die Meisten, laut Arbeitsagentur, aus dem Saale-Holzland-Kreis (9.620), dem Weimarer Land (3.122), der Stadt Weimar (1.251), der Stadt Gera (1.196) und der Stadt Erfurt (1.059).

Ob es sich dabei um hochwertigere Arbeitsplätze handelt oder eher die Leute mit den billigen Jobs einpendeln, kann nur im Einzelfall nachgewiesen werden. In Jena werden aber auch dringend Fachkräfte gesucht, wie es zum Beispiel der neue Geschäftsführer von Optonet (dem Netzwerk der optischen Industrie) mir gegenüber in einem Gespräch bestätigte. Diese Fachkräfte können jedoch den teuren Wohnraum in Jena auch nicht bezahlen und sie können jedoch nicht alleine aus dem Umland kommen, sondern nur aus ganz Deutschland oder eben gleich aus der Welt. Dafür fehlt aber in Jena der bezahlbare Wohnraum bzw. generell Wohnraum.

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Die Pendlerströme werden sich weiter erhöhen. So sieht es auch der Haushaltsentwurf der Jenaer Verwaltung für die nächsten Jahre vor. Zusätzlich kommen noch die starke Internationalisierung Jenas durch Flüchtlingszuzug, durch ausländische Studenten und durch ausländische Arbeitskräfte hinzu, die jedoch bisher nicht kalkuliert für die Zukunft nachgewiesen werden können.

Dabei ist der Zuzug durch das normale Kohortenwachstums in die Schwarmstädte noch gar nicht mit berücksichtigt. Alleine unter diesem Gesichtspunkt sieht der BBSR einen jährlichen Wohnungsbedarf im Neubau von 500 Wohneinheiten für Jena vor.

Jena müsste also anhand der Fakten schon lange viel mehr Wohnbauflächen für den Wohnungsbau ausschreiben. Und dies nicht zu den teuren Preisen, sondern nach Konzeptvergabe. Auch müssten viel mehr Wohnbauflächen auch für den Wohnungsbau an den Rändern direkt von Jena stattfinden. Aber auch dafür werden keine Flächen ausgewiesen bzw. Wohnungsbau sogar verhindert und Anträge abgelehnt. Eine Begründung dafür lässt sich nicht finden und wäre wohl auch wenig nachvollziehbar.

Auszug aus dem aktuellen CBRE-empirica-Leerstandsindex „In den prosperierenden Schwarmstädten sind laut CBRE die Reserven erschöpft: „Diese Märkte brauchen dringend Neubau und dazu Bauland auf der grünen Wiese“, folgert Schlatterer. Erst recht, wenn man anerkannte Flüchtlinge hinzurechne, die noch in den Notunterkünften leben. Durch Flüchtlinge steigt der jährliche Neubaubedarf von 286.000 Einheiten auf 361.000 Einheiten, wie die Empirica-Prognose 2016-20 zeigt. In den ländlichen Schrumpfungsregionen werden die Leerstände dagegen weiter steigen: „Außerhalb der Wachstumsregionen haben wir heute schon mehr als 300.000 marktaktive Leerstände, bis 2020 könnte sich diese Zahl mehr als verdoppeln“, ergänzt Braun. In Sachsen gibt es laut Empirica 391 Gemeinden, die Einwohner verlieren. Grundlage der Zahlen bilden Bewirtschaftungsdaten des Immobilienberaters CBRE (rund 800.000 Wohneinheiten) sowie Analysen und Schätzungen auf Basis der Empirica-Regionaldatenbank und des Statistischen Bundesamtes.“

Wir müssen endlich verstehen, dass Jena wachsen muss. Jena kann nicht die Arbeitsplätze schaffen und die Arbeiter wohnen dann aber im Umland und müssen jeden Tag pendeln. Dafür werden keine qualifizierten Mitarbeiter nach Jena kommen. Es ist also eine andere Politik in Jena notwendig. Eine Politik, die Jena wieder als Stadt im Ganzen sieht. Jena als Durchlauferhitzer kann nicht der richtige Weg sein. In den letzten Jahren wurden viele richtige Weichen für Arbeit und Bildung in Jena gestellt. Jetzt muss aber auch endlich die soziale Infrastruktur folgen. Auch damit würde die Stadt wieder etwas gerechter werden! Dafür brauchen wir auch endlich wieder Brückenbauer zwischen der Privat- und Staatswirtschaft, sonst sind die Aufgaben nicht zu stemmen!

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Und um es abschließend einmal ganz klar zu sagen. Eine Stadt wie Jena braucht vor allem bezahlbaren Wohnraum für (junge) Familien. Darauf muss sich endlich auch die Politik in Jena einstellen und nicht weiter so tun, als sei in Jena alles in Ordnung!

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