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Wir können es schön reden oder einfach sagen: Jena ist schön, aber ganz schön im Arsch…

Eine provozierende Überschrift, damit die Leute auch klicken? Nein, eher nicht, sondern meine Meinung. Hinter vorgehaltener Hand höre ich es mittlerweile an vielen Ecken in der Stadt: „Was ist nur mit Jena los?“ Beschäftigt man sich seit Jahren mit der Stadt, wie ich denke dies auch zu tun und deshalb auch das Recht und sogar die Pflicht habe, darüber zu schreiben, fallen einem immer mehr Punkte ein, was in Jena alles schief läuft. Wir beschreiben es auf Jenapolis ja schon seit vielen Jahren, Gehör in der politischen Öffentlichkeit fand es leider selten. Die notwendigen Entscheidungen, um Jena in Fahrt zu halten, wurden in den letzten Jahren einfach nicht getroffen. Jetzt sehen wir nur noch die Ergebnisse.

Überall angefangene Projekte, nichts davon abgeschlossen und es werden sogar noch immer mehr, was man eigentlich gar nicht mehr für möglich hält. Vor allem sind es Infrastrukturprojekte, die in den letzten 15 Jahren einfach nicht angegangen wurden. Dies sieht man aktuell auch wieder an der Debatte zur Straßenbahn ins Himmelreich oder die Verlängerung der Wiesenstrasse. Alle Projekte, die einen gaaaaaanz langen Bart haben. Der Umzug des Klinikums fand zwar gerade erst statt, aber der Fakt an sich, wird bereits seit den 90igern geplant. Aber nicht, wie es danach mit dem Bachstraßenareal weitergehen soll. Scheinbar hat man das jetzt erst wahr genommen. Wenn laut in der Stadt gedacht wird, dann geht es meistens um Projekte in der Innenstadt oder es geht um Fahrradwege oder Ampeln.

Hinzu kommt, dass sich Jena jetzt auch noch als Smart City etablieren möchte, eine Stadt, die als Lichtstadt in der letzten Stadtratsdebatte zum Thema LED Straßenbeleuchtung aber sowas von in der Kritik stand, dass man sich dabei als Außenstehender wirklich nur noch an den Kopf fassen kann. Und schnell möchte man selber wieder in seine eigene Filterblase abtauchen, um das Elend weitestgehend nicht mehr mit bekommen zu müssen. Ok, ich gehe hier von mir aus und bitte mein Urteil nicht als pauschal oder als Angriff auf irgendwas verstehen. Ich denke nur laut nach. Vor allem darüber, wie wir jetzt aus dieser Nummer wieder rauskommen.

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In der letzten Stadtratssitzung hat der Stadtrat in der Mehrzahl auch wieder nur bewiesen, dass er definitiv in Jena an der aktuellen Situation nichts verändern möchte. Alle haben Angst, daß Jena noch weiter verliert, denn von Wachstum kann man nun wirklich nicht mehr sprechen. Das einzige was derzeit noch wächst, sind die öffentlichen Ausgaben und das insoweit sogar so stark, daß wir gerade in Windeseile unsere über viele Jahre angesparten Rücklagen, aufbrauchen. Und es ist eine Lüge an die Bürger öffentlich im Stadtrat zu behaupten, dass es Jena gut gehe, weil wir uns immer noch schaffen zu entschulden. Aber so stimmt das gar nicht mehr, denn wir entschulden uns nur noch durch unsere Rücklagen. Wir belügen uns selber und setzen wie immer auf die Zukunft mit der Kategorie Hoffnung. Strukturelle Änderungen ausgeschlossen!

Spätestens in zwei Jahren ist Jena finanziell handlungsunfähig. Und dies ist bereits seit 2012 bekannt, also letztendlich keine wirklich neue Information. Alle politischen Versprechungen sind bisher nicht eingetroffen, schlimmer noch. Obwohl man es weiß, unternimmt niemand etwas. Der Ausverkauf von Flächen zum höchsten Preis in Jena geht munter weiter. Mittlerweile werden beim Verkauf der städtischen Wohnbauflächen am Burgweg über 500 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Und hier geht es erstmal nur um das Grundstück. Die Stadt kann sich schon lange viele Prestigeprojekte nur noch leisten, weil die Mieter von Jenawohnen fleißig weiter die Sondersteuer der Stadt in Form von Mieterhöhungen anstandslos bezahlen.

Aufregen darüber? Nein! Es geht uns doch in Jena gegenüber anderen Städten noch richtig gut. Ja, das stimmt, aber wer sagt das so und glaubt es auch wirklich! Wir sind stolz auf unser grünes Jena und verbreiten einen Lokalpatriotismus ohne gleichen im Netz und durch die vielen Imagekampagnen der Stadt. Sicherlich ist es letztendlich immer die Frage, wen ich meine und wen ich befrage. Mir fällt dabei vor allem auf, dass die Bürger sehr schlecht informiert sind. Also die Troika zwischen Bürger, Politik und Verwaltung scheint nicht mehr zu funktionieren. Ich glaube sogar, nie war es dem Bürger so scheißegal, was mit seiner Stadt passiert, als im Moment. Er hat regelrecht aufgegeben, so empfinde ich es auch oft selber. Überall wird erzählt man solle sich einmischen, aber letztendlich ist es überhaupt nicht gewollt und wird auch bewußt verhindert.

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Normalerweise schreibe ich immer zum Schluß, dass wir es nur gemeinsam schaffen können. Das alle an einen Tisch müssen, denn nur der Nutzer (sprich also der Bürger) ist der wahre Profi, nicht die vielen Experten und Studien, die hier in Jena rumgeistern. Daran glaube ich derzeit leider nicht mehr. Ich denke, wir müssen uns wieder politisch mit unserer Stadt auseinandersetzen und wir müssen dafür streiten, was wir für ein Jena wollen. Das Internet und das persönliche Handy macht uns nicht wirklich freier und für die reale Welt hat dies so gut wie keine Wirkung! Wir müssen uns unsere Stadt genau angucken und ihre Strukturen und diese müssen wir verändern. Wir können einen anderen Oberbürgermeister wählen oder eine andere Partei, die dann in Jena regiert pop over to this website. Aber hilft uns das wirklich weiter? Ich denke: Nein, aber Köpfe austauschen gehört natürlich zum Programm der Veränderung dazu. Aber an welcher Stelle fangen wir dann an?

Die Digitalisierung ist auch für Jena eine ungeheure Chance, das sollte man zum Programm machen. Diese technische Entwicklung zieht jetzt in einer ungeheuren Geschwindigkeit die Veränderung der Kultur einer Gesellschaft nach sich. Und genau deshalb werden wir nicht so weitermachen können wie bisher. Vor allem müssen wir unsere demokratischen Strukturen schleunigst anpassen, damit die Technik nicht vollständig die Macht über uns ergreift.

Eine Smarte Stadt Jena kann nur eine Stadt sein, die das digitale und das gesellschaftliche zusammen denkt, das aber immer zum Nutzen des Bürgers sein muss. Sonst macht diese Debatte überhaupt keinen Sinn. Und was genau dieser Nutzen am digitalen ist, müssen wir wirklich gemeinsam diskutieren. Denn es geht hier nicht einfach nur um neue Techniken, sondern wirklich um einen Kulturwandel, der in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ausstrahlt und diesen übernimmt, wenn wir nicht wissen was wir eigentlich wollen und brauchen!

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Eine digitale und soziale Stadt Jena wird es ohne Partizipation nicht geben! Das betrifft den politischen Bereich ebenso wie die Behörden und die Bürger! Leute, die Revolution findet schon lange statt. Und denkt dabei bitte nicht immer nur an euch selber, denn das wird nicht funktionieren!

4s Kommentare

  1. Rudolf Stein

    Werter Autor, Sie sollten – mit Verlaub – nicht Perlen vor die Säue werfen. Denn das, was in Jena seit vielen Jahren abgeht (besser nicht abgeht), ist wählergemacht. Immer wieder wählergemacht. Wenn ein Satz stimmt, dass der Bürger die Regierung hat, die er gewählt und damit verdient hat, dann gilt er für Jena (und darüber hinaus für dieses Land).

  2. Frau P geboren in G

    Alles das Resultat der Jenaer Kungelwirtschaft.
    Jena eine Stadt in der die Stadtverwaltung samt aller Eigenbetrieb, das Amtsgericht, Wohnungsgesellschaften, Mieterbund, Uni etc.pp zusammenarbeiten.

    Anwalt für Mietrecht und Sozialrecht = Mieterbund… Und will man gegen Jenarbeit klagen bekommt man von dem ne Rechnung und stellt Jahre später fest, dass man leider den falschen Anwalt hatte.

    Wird man Opfer eines Medizinschadens am Uniklinikum? Klagt man, studiert an der Frau und plötzlich kommt die Gegnerische Anwaltskanzlei dessen Vorsitz als Prof. dort an die FSU….
    Na klar ist ja leichtes Spiel lässt man die Akten verschwinden und schiebt einen Bescheid zur nichtbestandenen Zwischenprüfung in die Akte. Pech nur, dass die Studentin aktenkundig umgezogen war und auf dem Bescheid die Adresse steht die nur der kennt der die Medizinklage las.

    Nimmt man den einstigen Stadtratbeschluss zur Eichplatz Bebauung … Jenawohnen Konzept…. War rechtlich falsch …
    Die damaligen Stadtratsvorsitzende war zu dem Zeitpunkt schon die Ehefrau des Geschäftsführer Jenawohnen… sie hätte aus Befangenheitgründen diesbezüglich außen vor bleiben müssen.

    Positionen sind wunderschön… Wenn nur die Bürger nicht wären!

    Ich könnte noch weiter ausholen und kann alles beweisen, fürs erste aber reicht der Kommentar

  3. Andrae

    All die Punkte habe ich seit Jahren angesprochen und wurde stets belächelt. Ich lebe seit 54 Jahren hier und kenne nur Provisorien und Halbheiten die Schilda zur Ehre gereicht hätten.Abgesehen von den baulichen Desaster ist die politische Stadtratsdiktatur nicht dazu angetan die Menschen für Jena zu begeistern.Schröder,Jauch,Lerm und Peisker mit ihrer selbstgefälligen Art machen es mir schwer an eine Zukunft die dem Wohl der Einwohner Jenas dient zu glauben.

  4. Jenenserin

    Partizipation geht nur, wenn auf einer anderen Seite jemand bereit ist, von seiner Macht etwas abzugeben. Die Verwaltung in Jena ist ja laut Entscheidung des OB nicht mal bereit, dem Bürger alle Gutachten und Studien zugänglich zu machen. Obwohl der Stadtrat das so entschieden hat. Nur ein informierter Bürger kann sich einbringen.

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