Wie fängt man wieder an, wenn man wieder anfängt…

…mit Nachdenken?
…mit Reden?
…mit Zuhören?
…mit dem Schreiben?

Ich nehme mal das Schreiben, mir hilft das Dinge besser zu verstehen oder auch Sachen besser einordnen zu können!

Und ich tue jetzt mal so, als sei Corona vorbei. Wobei wir ja wissen, dass es schon lange nicht mehr nur um Corona geht. Aber egal! Und selbst wenn es so wäre, was kommt dann nach Corona?

Egal, wie wir uns die Stadt und Region danach vorstellen. Nach Corona wird es anders sein, nicht alles, aber vieles. Ist es ja jetzt schon! Einige glauben noch immer, dass es irgendwann wieder so wird, wie es einmal war. Da denke ich mir, BITTE bloß nicht. Ich würde lieber über die Chancen danach diskutieren, was und wie wir anders machen können. Mit uns und unserem Leben in der Gemeinschaft!

Aktuell erleben wir ein Staatssystem, in dem wir als Bürger und Menschen kaum noch vorkommen. Die Politik versucht zu retten, was es noch zu retten gibt und verspricht dabei gebetsmühlenartig, dass wir das gemeinsam schaffen werden. Verwaltung und Behörden setzen dann einfach um. Was dabei nicht passt, wird passend gemacht oder einfach ignoriert. Die Kollateralschäden sehen wir zwar, aber die sind noch weit genug weg.

Vor Corona gab es ja noch den gemeinen Bürger, der erst einmal grundsätzlich überall nur ein Bürger war. Jetzt ist man entweder der Eine oder der Andere. Und wer sich noch nicht entschieden hat, der solle mal langsam hinmachen, damit man weiß, ob man sich noch mit ihm beschäftigen möchte, oder eben nicht mehr. Jeder dreht sich um seine eigene kleine Welt und versucht einfach nur noch zu überleben! Fast nichts ist mehr logisch, gehorchen und glauben sind die zwei wichtigsten Maxime im Kampf gegen den Virus.

Gemeinschaft gibt es nicht mehr, ja selbst Familien werden abgezählt und zugeordnet. Wir haben ja jetzt das Internet und dort so viele Freunde, wenn wir nur wollen. Und wenn es dann eben nicht mehr passt, ist der nächste Freund nur ein Klick entfernt, egal wo der her kommt oder sie hin will. So einfach wird Gesellschaft in Zukunft funktionieren? Naja, wohl dann doch eher nicht.

„Aber nein, da gibt es auch ein Licht auf den Straßen. Und es werden immer mehr Lichter. Das sind ja Bürger, die wieder etwas zusammen machen. Unglaublich. Das geht ja überhaupt nicht. Sowas muss verboten werden! Schnell, hole die Corona Keule heraus. Etwas anderes haben wir jetzt nicht zur Hand. Die können doch nicht einfach und dann auch noch so viele. Ihhhhhh, das sind ja ganz eklige gemeine und einfache Bürger. Nicht, daß die sich auch noch als Gemeinschaft verstehen. Hole mir einer bitte schnell alle Schubladen, die wir haben, öffne diese und schmeiße alle rein. Aber bitte so, daß am Ende das Gemeinschaftsgefühl auf der Strecke bleibt, sonst ist unser ganzer Aufwand ja sinnlos.“

Spaß beiseite, oder auch doch nicht, aber so erlebe ich es immer öfter. Und ich bin nur ein geimpfter Beobachter. Der Grund, weshalb diese Bürger auf die Straße gehen, ist dabei sowas von egal. Sie haben das Recht dazu und dieses Recht muß ein demokratischer Staat auch schützen. Fast Immer! Ob das nun im Detail einigen Vertreter aus Politik, Behörde oder Polizei gefällt oder nicht. Und das sollten sich auch einige wieder ganz fest hinter die Ohren schreiben.

Überfordert sind wir doch im Moment alle. Und ohne ein richtiges gesellschaftliches und kulturelles Leben, wird es auch nicht besser werden. Niemand ist nur zum Arbeiten und Schlafen auf der Welt. Leben bedeutet mehr und ist auch mehr, viel mehr! Und darauf sollten wir uns auch wieder konzentrieren. Aber wie kommen wir wieder dahin, mehr zu Leben? Und wen brauchen wir dabei? Natürlich uns als Bürger. Der Bürger als Freund, als Partner, als Bruder, Schwester, Mama, Papa, Oma, Opa….. Denn ohne Bürger gibt es auch keine politische Gesellschaft mehr und diese brauchen wir aber, um unser Leben meistern zu können, eben als Gemeinschaft!

Ich war immer gerne ein Teil der Stadtgemeinschaft Jena. Streitbar, aber auch lustig. Engagiert, aber auch verträumt. Familienvater, aber auch Freund. Blogger, aber auch Student. Bürger, aber auch Unternehmer. Und das seit über 30 Jahren. Und wenn mir eine Stadt wichtig ist, dann ist das für mich Jena!

Und jetzt erinnern wir uns mal, was Jena eigentlich ausmacht! Denn Jena ist mir wichtig!