Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. Ich kann nicht mehr die Augen schließen, und meine heißen Tränen fließen. – Heinrich Heine (Nachtgedanken 1843) –

Nun kann ich sehr gut nachvollziehen, wie es Heinrich Heine gefühlt haben muss, als er diese Zeilen schrieb. Mir geht es ebenso. Und im Inneren fühle ich nichts, was ich derzeit gut in Worte fassen könnte. Welches Gefühl könnte sich an die erste Stelle schlagen, wenn ich es zulassen könnte.

Forscher haben die menschlichen Emotionen bislang in sechs Kategorien unterteilt: Glück, Trauer, Wut, Angst, Ekel und Überraschung. Doch einer Studie aus 2017 legt nahe, dass es mindestens 27 verschiedene Emotionen gibt, die eng miteinander verbunden sind.

Das sind: Angst, Ärger/Wut, Aufregung, Befriedigung, Belustigung, Bewunderung, Ehrfurcht, Ekel, empathischer Schmerz, Entsetzen/Schrecken, Erleichterung, Gelassenheit, Glück/Freude, Interesse, Langeweile, Nostalgie, Peinlichkeit/Unbeholfenheit, Romantik, sexuelle Lust, Sorge, Trauer, Überraschung, Verehrung, Verlangen/kulinarische Gelüste, Verwirrung, Verzückung, Wertschätzung von Ästhetik

Und somit wissen wir nun auch, dass uns die 7 Emotionen, die sie auch in Facebook verwendet werden, nicht im Ansatz unser Gefühlsleben abbilden können. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass wir auf bestimmte Situationen mit mehreren unterschiedlichen Emotionen reagieren können. Somit kann beispielsweise etwas Ekelerregendes auch interessant sein.

In den aktuell schwierigen Zeiten sind genau diese verschiedenen emotionalen Zusammenhänge ausschlaggebend für unser Befinden. Und die eigenen Emotionen erkennen und nennen zu können, ist ein wesentlicher Bereich der emotionalen Intelligenz. Sie ist deshalb wichtig, da es entscheidend ist, sich selbst besser zu verstehen. Wenn wir unsere eigenen Gefühle nicht erkennen, sind wir ihnen ausgeliefert.

Deshalb wähle ich meine Informationsquellen nur noch sehr gezielt aus. Nehme mir Zeit, auch über Informationen nachzudenken. Mir eine eigene Meinung zu bilden. Mich nicht treiben zu lassen, denn „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“. Und auch ganz wichtig: Spazieren gehen! Sich mal wieder treiben lassen, ja und sich auch mal wieder so richtig langweilen! Laaaaaaannnnnggggggggggwwwweeeeeiiiiilllllllleeeeeeennnnn!!!

Mir hilft meine Familie, Freunde und natürlich meine Hündin Luna ganz besonders in diesen Zeiten. Wobei ich sie schon vor Corona bekommen durfte. Seitdem ist sie eine ungeheure Bereicherung in meinem Leben. Und ich bin mir sicher, sie wird mir auch durch Corona helfen! Jeder sollte sich darauf besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Solche eine Ausnahmesituation haben wir alle noch nie erlebt. Und vor allem auch das Chaos drumherum nicht.

Wir sollten aufrecht und mit Würde diese Zeiten meisten. Gemeinsam und mit Mut! Und wir sollten „fort lächeln, die deutschen Sorgen!“

Und das vollständige Gedicht gibt es hier:

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