…, sondern in welcher Welt wir leben werden!

Mit jedem Tag, in welchem wir uns mit COVID beschäftigen müssen, sinkt unsere Chance auf eine nachhaltige und zukunftsfähige Freiheit. Mit jedem Tag, wo wir nur noch nach Verboten suchen, aber nicht nach wirklichen Lösungen, vergeben wir uns die Chance, dass es nach COVID so weitergehen kann, wie es vorher war. Mit jedem Tag, wo wir denken, durch COVID erwächst uns „nur“ ein demokratisches Problem, ignorieren wir nachhaltig die Realität. Mit jedem Tag, wo wir uns gemeinsam nicht den ernst der Lage vor Augen führen, ignorieren wir die Zukunft unserer Kinder!

Vielleicht ist es auch wieder genau das Letzte, was mich wieder in die Tastatur schlagen lässt. Aber ich mache mir große Sorgen über die Zukunft unserer Stadt Jena. Diese Art von Ignoranz, von Bösartigkeit und selbstherrlicher Arroganz unserer politisch Verantwortlichen und daraus resultierend unserer Verwaltung, setzt dem, was ich in den letzten Jahren erleben musste, die Krone auf. Machen wir die Augen auf und schauen wir genau hin, was passiert und versuchen wir gemeinsam zu ergründen, weshalb es passiert bzw. weshalb wir es alles so passieren lassen!

Wenn die öffentliche Meinung und das öffentliche Handeln soweit auseinander driften, sollte eigentlich schon jeder stutzig werden. Wenn die Politik und die Behörden sich in einem permanenten Wettkampf um die schlechtesten Ideen befinden, noch dazu ohne dem Bürger auch nur im Ansatz zuzuhören oder Ignoranz zum politischen Motiv wird, haben wir ein richtig großes Problem. Eingepackt in Angst und Panikmache, ohne auch nur den Ansatz zu versprühen, dass man auch dem Bürger traut. Ich bin sofort dabei, wenn wir über das medizinische Problem COVID reden, aber ich erlebe eine politische Pandemie und einen politischen Wettkampf, um die gemeinsten und schlechtesten Vorschläge, die man sich überhaupt ausdenken kann.

Die Medien sind nicht mal mehr Mainstream, sondern haben sich selber in diesen Wettkampf eingereiht und bilden nicht mehr die Realität ab, sondern sie verschärfen die Situation mit der Idee, an irgendeiner Stelle ihr Geschäftsmodell zur politischen Notwendigkeit erklären lassen zu können. An diese Stelle treten selbst ernannte Neue Medienmacher, so wie ich hier auch wieder. Ich mache das zwar beruflich bereits in den verschiedenen Ausprägungen seit knapp 20 Jahren, jedoch war es mir noch nie so wichtig wie jetzt. Menschlich kann ich viele Reaktionen oder auch Meinungen nachvollziehen. Derzeit hat jeder natürlich viel zu verlieren. Der Machtkampf dahinter ist in voller Wucht ausgebrochen.

Kommen wir demnächst in den Endkampf zur individuellen wirtschaftlichen Freiheit oder werden wir ein neues kooperatives Gesellschaftsmodell diskutieren. Da ja bekanntlich alles immer irgendwie mit Geld zu tun hat, wird sich auch diese Debatte mit Sicherheit auch um das Thema Geld bewegen. Wir müssen uns also entscheiden. Wollen wir einfach nur eine Debatte um Geld führen oder sind wir bereit, uns auf Debatten über den Sinn und Unsinn unseres Zusammenlebens z. B. in Jena zu führen.

Ich kann und werde mich nur dort einbringen, wo ich auch die Welt für mich verstehen kann. Und das ist eigentlich nur hier vor Ort, ganz lokal und ganz pragmatisch. In somit eröffne ich wieder das Feuer auf mich und stelle mich wieder als Sprachrohr für eine breite Debatte über Jena zur Verfügung. Ich platze einfach, wenn ich nicht schreiben kann und ich ertrage es einfach nicht mehr, dass mich so viele Menschen ansprechen, dass es doch so nicht weitergehen kann. Und ein Wort ist für mich immer schon das Unwort überhaupt „alternativlos“. Nur eben ist im Leben nichts, aber auch gar nichts „alternativlos“.