Eine gute Woche bleibt uns in Thüringen, dann beginnt wieder die Schule. Die aktuelle Klimakatastrophe scheint derzeit auch erstmal wieder abgesagt zu sein, es wird fühlbar kühler.

Trotzdem! Die Menschen kommen wieder in den Städten zusammen, nach dem Austausch der Urlaubserinnerungen werden die realen Probleme wieder stärker in den Fokus rutschen. Ich persönliche hatte dieses Jahr das erste Mal nach 20 Jahren meinen Urlaub in Jena, meiner Heimat, verbracht. Und es war so schön ruhig. Erinnert hat es mich an die 90iger, wo es auch durchaus mal so richtig ruhig sein konnte. Sicherlich, es war zwischendurch so richtig heiss und ich lag zusammen mit meiner Hündin auf dem kalten Fußboden in der Wohnung und wir hächelten uns gegenseitig die heiße Luft zu. Der Gedanke, dass natürlich auch in Jena viel mehr getan werden müsste, war selbstverständlich vor allem an den heißen Tagen präsent. Da hätte ich mir auch eine kleine KLimaanlage gewünscht.

Ich habe die Zeit genutzt, um meine Nachrichtenportale sowohl technisch als auch inhaltlich neu auszurichten. Dabei habe ich versucht Facebook inhaltlich zu verstehen, welches mich technisch schon sehr begeistert, aber dem ich inhaltlich immer weniger abgewinnen kann. Noch dazu sperrte mich das amerikanische Unternehmen erst die letzten sieben Tage, weil ich einen Beitrag des MDR zum Thema FKK (Freie KörperKultur) mit Bildern mit Brüsten am Strand geteilt hatte. Naja, es ist eben ein privates Netzwerk und hat mit Demokratie soviel zu tun, wie das meine Hündin demnächst wählen gehen könnte. (Hundewahlrecht)

Aber ich habe immerhin verstanden, dass FB in bestimmten Zielgruppen eben doch den Ton angibt und eine neue Logik der persönlichen Kommunikation incl. der dazugehörigen technischen Rahmenbedingungen geschaffen hat. Man nennt das wohl Standards! Dies kann schon sehr beeindruckend sein, man darf nur nicht beginnen, Kommentare zu lesen. Aber für einen Analysten und Blogger wie mich, ist das schon sehr aufschlussreich und regt schon zum Nachdenken an.

Deshalb habe ich mich nun auch endgültig entscheiden, meine Portale auch inhaltlich bzw. thematisch zu trennen, damit es für die Leser leichter nachvollziehbar ist, wo dieser sich gerade befindet und sich zielgerichteter aufregen kann. Bisher war einfach alles auf Jenapolis zu finden, wie auf FB eben auch, wie in einer großen Waschmaschine ohne die Möglichkeit diese Inhalte gut strukturieren zu können, was übrigens auch in FB sehr schlecht funktioniert. Das könnte an der Fülle der Informationen liegen, oder es liegt einfach daran, weil einfach zu viele Techniker am Werk sind und zu wenige Menschen, die sich mit Inhaltsanalyse auskennen.

Vor allem müssen wir aufpassen, dass wir mit diesen geschlossenen Systemen wie FB nicht irgendwann gegen den Gartenzaun rennen, da das einzige Ziel darin besteht, daß wir uns noch noch mit uns selber beschäftigen und uns permanent in unseren liebsten Echokammern tummeln. Sicherlich brauchen wir Menschen Echokammern, um uns gut zu fühlen. Früher waren es eben die Stammtische in der Kneipe, die jedoch oftmals mehr Niveau hatten. Heute ist das eben Facebook und natürlich auch oft eine Hilfe in der Not. Wie gesagt auf der einen Seite fasziniert es, auf der anderen Seite muss ich berechtigter Weise nach dem Sinn fragen dürfen!

Aber zurück. Was wird uns also der Herbst bringen? Fangen wir wieder an, aus unseren Blasen heraus zu krabbeln oder werden wir uns noch mehr in ihnen vergraben? Ich möchte mit meinen Portalen dazu beitragen mehr Informationen zur Verfügung zu stellen und zum Nachdenken anregen. Das Motto ist nun nicht mehr “Einfach Mitmachen”, sondern “Einfach sichtbar machen”. Den Schwerpunkt dabei lege ich auf Nachrichten für Jena und den Osten Deutschlands, denn hier bin ich zu hause und hier kenne ich mich am Besten aus. Wem es gefällt, der liest einfach mit.

Ach, eine Bitte hätte ich. Einfach nicht in Facebook “rumhaten”, sondern sich bei mir melden! Man kann sich so einfach beim Kaffee in der Stadt treffen und persönlich miteinander ins Gespräch kommen. Hierfür ist nun Facebook nun wirklich völlig ungeeignet!

Un welches wird mein großes Thema sein, natürlich: Jena und der Osten!