So wie es war, wird es vielleicht nie wieder sein - Jena im Februar 2021
So wie es war, wird es vielleicht nie wieder sein - Jena im Februar 2021

Wenzel hat ein neues Lied. Ja, nun fast schon im monatlichen Rhythmus gibt es neue Titel von ihm. Sein neues Lied heißt „So wie es war“ und hat es mir angetan. Denn irgendwie ist es gerade genau das, was mich auch im Moment so intensiv beschäftigt.

Und auf einmal sind sie wieder da, die Erinnerungen. Ich denke an einen meiner ältesten Freunde, dem „ollen“ Steffen, der uns nun schon vor einigen Jahren verlassen hat. Und genau das waren auch seine Worte, bevor er gegangen ist. Bei seinem letzten Kaffee bei mir in der Küche haben wir noch gelacht und Pläne geschmiedet. Einen Tag später war er dann schon gegangen und ich wusste, so wie es war, so wird es nie wieder sein.

Und natürlich lasse ich den Steffen und Freunde ein Wenzel Lied spielen. Was denn sonst:

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Gestern habe ich eine Freundin besucht, die auch im Jenaer Kneipen- und Kulturbereich als eine Kennerin bezeichnet werden darf. Und das ist noch sehr bescheiden ausgedrückt. Gemeinsam haben wir vor vielen Jahr den Verein Kulturschuppen für den Bären in Alt-Lobeda gegründet und das Café Wagner aufgebaut. Noch heute ist sie als Wirtin mit in einer der Jenaer bekanntesten Kneipen unterwegs, aber optimistisch ist auch sie nicht mehr. „Da ist bereits etwas zusammengebrochen, was man Jena nicht mehr wird wieder zurückgeben können. So wie es war, so wird es nie wieder sein.“

Heute saß ich mit meiner Tochter zusammen und wir haben ihre Ausbildung in Leipzig geplant. Und auch ihre au pair Zeit in Griechenland in diesem Sommer. Ich freue mich ungeheuer für sie. Jetzt ist sie so richtig dabei, erwachsen zu werden, aber etwas Wehmut schwingt mit. Mein zweites Kind wird jetzt auch ihren Weg gehen und das ist gut so. Die Zeit hält niemand auf. Egal ob in welcher Welt ich gerade lebe. Die Uhr macht tick, tack, tick, tack. Und es wird mir klar, so wie es war, wird es nie wieder sein.

Vorhin habe ich mit meinen Eltern in Warnemünde mit Kamera gechattet. Letztes Jahr war ich das letzte Mal bei Ihnen. Natürlich wegen Corona und weil ich auf sie Rücksicht nehme. Aber als Nächste werde ich jetzt planen, hoch zu fahren, auch wenn vieles noch nicht klar ist. Aber nur das Digitale ersetzt doch nicht im Ansatz das richtige Leben. Ich hoffe wirklich, dass wir wieder zurückfinden werden. Ansonsten wird es wohl so wie es war, nie wieder sein.

Und in mir ertönt ein Seufzen. Und ich höre noch immer das Lied von Wenzel. Und wer es auch hören und sehen möchte, der klicke einfach unten auf das Video. Viel Spaß dabei…

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P.S. Außerdem wollte ich Steffen und Wenzel schon immer in einem gemeinsamen Beitrag verarbeiten. Hier hat das dann für mich perfekt gepasst!


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